Augen-Check bei Bluthochdruck
Patientenvertretung: Die Augenschäden kommen schleichend
Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschwäche sind Risiken bei Bluthochdruck. Aber dass auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen werden können, haben viele Menschen nicht im Blick. Alle Menschen mit Bluthochdruck sollten daher einmal im Jahr die Augen untersuchen lassen rät deshalb die stellvertretende Vorsitzende der Interessenvertretung Patienten und Versicherte e.V. (IVPV) Bundesverband für Gesundheit-&-Soziales Mechtild Pfeiffer-Krahl im neuen Infoblatt "Aufgepasst und Hergehört".
Foto: Interessenvertretung Patienten und Versicherte (IVPV) e.V
Sie bezieht sich auf erine Verlautbarung des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Hochdruckliga und schreibt: „Bluthochdruck bedeutet immer Stress für die Gefäße. Das gilt ebenso für die feinen und empfindlichen Blutgefäße in der Netzhaut des Auges. Ist insgesamt mehr Druck im System, können sie schneller verstopfen, bluten oder undicht werde. Verschließt dabei eine Vene in der Netzhaut, kommt es zu einer Thrombose. Um die Durchblutung weiterhin zu sichern, bilden sich neue Blutgefäße. Das Problem dabei ist: Sie sind besonders fragil, wodurch schneller Blutungen im Auge auftreten. Im schlechtesten Fall kommt es sogar zu einer Netzhautablösung und damit zu einem augenärztlichen Notfall."
Werde sie nicht rasch behandelt, so warnt Pfeiffer-Krahl, drohe eine Erblindung. Wer den Eindruck habe, gut sehen zu können, sei nicht unbedingt auf der sicheren Seite. Die Augenschäden, die ein erhöhter Blutdruck mit sich bringe, kämen nämlich schleichend. Deshalb raten auch BVA und Hochdruckliga dazu, dranzubleiben und regelmäßig einmal im Jahr die Augen ärztlich überprüfen zu lassen. Außerdem sollte man den Blutdruck gut einstellen, ihn also durch Lebensstilveränderungen und gegebenenfalls durch Medikamente zu senken.